Der offene Boden- Made im Wallis

current-3.jpg

Zu meines Großvaters Zeiten pflegte man zu sagen: "Jedes Bodengrün im Rebberg ist der Feind des Winzers." Die meisten Böden in den Steillagen des höchsten Weinberg Europas sind offen, d.h. ausser den Reben wachsen hier keine Pflanzen. Durch die starke Trockenheit ist es schwierig, eine geeignete Flora aufzubauen, die das ökologische Gleichgewicht unterstützt. Es gibt zwar Pflanzenmischungen für den Rebbau aber die Erfahrung hat gezeigt, dass sich wegen der Trockenheit nur die Gräser durchsetzen, welche schliesslich gemäht werden müssen. Das Mähen in den oft engen Reihen ist aber mühsam und es besteht die Gefahr, dass dabei auch die Reben verletzt werden. Der Nachteil an dieser Art der Bewirtschaftung ist, dass durch die Offenhaltung den Böden der natürliche Stickstoff fehlt. Dieser muss Ende Jahr, den Böden von Hand  wieder zugegeben werden. 

Der Trend geht aber dahin, dass bei Neupflanzungen meist auf die Drahterziehung im Terrassenbau umgestellt wird. Hier wird eine Begrünung gefördert, weil sonst die Böschungen durch Erosion geschädigt werden. Die Reihenabstände sind grösser und es ist mehr Platz vorhanden, um die Grünflächen zu mulchen bzw. zu mähen. 

Posted on June 3, 2018 .

Mutter Natur sorgt vor

current-2.jpg

Die Knospen sind die Grundlage jedes Triebes. Diese Knospen werden während des Sommers gebildet. Die Fruchtbarkeit sowie die Anzahl der Blühten eines Auges werden also bereits im Vorjahr festgelegt. Jede Knospe besteht aus einem Hauptauge und zwei Nebenaugen. In diesen Augen sind alle Zellen des neuen Triebes enthalten. Mutter Natur hat hier ein cleveres System entwickelt. Treibt nämlich das Hauptauge nicht aus oder werden die Triebe durch schwierige Witterungsverhältnisse abgerissen, so übernimmt  eines der beiden  Nebenaugen die Aufgabe. Bei der Tärbina haben einige Hauptaugen nicht ausgetrieben. Gut zu sehen am unteren Zapfen. Es scheint, als hätte sich die Tärbina nun an die Kamera gewöhnt. Sie ist bemüht den Vegetationsrückstand wieder aufzuholen. 

Posted on May 27, 2018 .

Wenn du dich nicht gern fotografieren lässt.

current-1.jpg

Ich war heute in der Rebparzelle bei der Tärbina. Die Rebe wächst auf einer Höhe von 1150 m.ü. M im höchsten Weinberg Europas in Visperterminen. Dies ist in meinen Augen der schönste Punkt im ganzen Rebberg. Bei schönem Wetter sieht man die Spitze des Matterhorns. Auf dem Bild gut erkennbar, wie weit die Triebe der Nachbarreben bereits gewachsen sind. Es scheint, als sei die Tärbina etwas Kamerascheu. Ihre Triebe sind noch klein und es haben sich noch nicht alle Augen ausgebildet. Hoffen wir nun, dass sie diese Hemmungen bald ablegen wird und den Wachstumsrückstand wieder aufholt.

Posted on May 16, 2018 .

Die Tärbina erwacht aus dem Winterschlaf

current.jpg

Zwischen Juni und September bildet sich die Winterknospe und damit die Grundlage des Triebes für das folgende Jahr. Jede Winterknospe besteht aus einem Hauptauge und zwei Nebenaugen. In diesen Augen sind alle Zellen des neuen Triebes enthalten. Die Fruchtbarkeit sowie die Anzahl der Blühten eines Auges werden also bereits im Vorjahr gebildet..
Das Hauptauge hat ausgetrieben und die ersten kleinen Blätter werden sichtbar.  Ein zu dieser Jahreszeit jederzeit möglicher Frost kann die jungen Triebe gefrieren lassen. Mutter Natur hat hier vorgesorgt und hat zu jedem Hauptauge noch zwei Nebenaugen platziert. Fällt der Haupttrieb aus, kann also immer noch ein Nebentrieb die Aufgabe übernehmen. Wird es aber so kalt wie im Frühjahr 2017, so fallen auch die Nebentriebe weg und der Ertrag ist gleich Null.
Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr ohne grössere Schäden den 15. Mai und somit die Eisheiligen  überstehen.

Posted on May 11, 2018 .

Die TÄRBINA , eine Savagnin Blanc Rebe

current.jpg

Die TÄRBINA , eine Savagnin Blanc Rebe, wächst in Visperterminen, im höchsten Weinberg von Europa.  Im deutschsprachigen Raum wird der Wein der daraus gekeltert wird Heida und in der französischen Schweiz Pàien genannt. Ihr typischer Rebschnitt, genannt  Goblet , ist im Wallis einzigartig und häufig anzutreffen.  Der Heida hat in Visperterminen eine lange Tradition. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Vegetationszyklen und der Weg vom Geschein bis zur  reifen Traube.

Posted on May 8, 2018 .

Wir präsentieren die erste Rebcam in der Schweiz!

current.jpg

Unter dem Namen «Tärbina» veröffentlichen wir den gesamten Entstehungsprozess unserer Reben von Frühling bis spät in den Herbst. Hier erfährst du viele Insights und Wissenswertes rund um die Entstehung von Trauben. Die besondere Lage des Rebbergs in Visperterminen macht die Geschichte umso interessanter. «Tärbina» bedeutet im Walliser-Dialekt so viel wie «Die Visperterminerin». 

Posted on May 7, 2018 .