Heute auf der Rebcam- Der Weinstock muss leiden

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Der Weinstock muss leiden

Immer wieder hört oder liest man die Aussage, dass die besten Weine dort wachsen, wo die Reben "leiden" müssen. Etwas weniger emotional formuliert: ein moderater Wasserstress fördert die Qualität. 
Tatsächlich besitzen viele bekannte Lagen karge, nährstoffarme Böden und ein warmes, tendentiell trockenes Klima. An solchen Standorten ist es  immer wieder eine Gratwanderung zwischen moderatem und starkem Stress. Ein tiefgründiger Boden wirkt ausgleichend und macht das System stabiler. Dieser ist aber im höchsten Weinberg Europas nicht vorhanden.

Die Eigenschaften und die Tiefgründigkeit des Bodens, die Topografie und Lage, das Klima, die Landschaft aber auch die  biologische Vielfalt in der Natur sind entscheidende Standortfaktoren und beeinflussen im wesentlichsten das Wachstum der Rebe und die Reifeentwicklung.

Die Tärbina wächst an einem der trockensten Rebberge in der Schweiz. Der offene Boden baut schnell etwelche organische Stoffe ab was wiederum dazu führt, dass die Bodenstruktur schlechter ist und daher die botanische Vielfalt für die Nützlinge nicht vorhanden ist.

Die Tärbina ist es gewohnt zu "leiden". Sie kennt das nicht anders. Diese Eigenständigkeit zeigt  sich auch  im typischen Charakter des Weins. Der neue Jahrgang ist sehr vielversprechend. Die Trauben sind gesund und die Menge lässt sich regulieren. 

Posted on August 21, 2018 .