Das Geschein wird sichtbar

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Die verschiedenen phänologischen  Entwicklungsstadien der Weinrebe  werden in einem sogenannten BBCH Skalenwert aufgeführt.
BBCH = Bundesanstalt, Bundessortenamt und Chemische Industrie
Einer dieser Entwicklungsstadien ist die Bildung der Gescheine. Botanisch gesehen ist das Geschein der Rebe keine Traube, sondern eine Rispe. Je nach Sorte und physiologischem Zustand der Rebe findet man 1-4 Gescheine pro Trieb. 

Als Geschein wird im Weinbau der längliche, rispenartige Blütenstand der Weinrebe bezeichnet. Jedes Geschein hat eine Vielzahl von Knospen, aus denen während der Rebblüte einzelne Blüten entstehen. Je nach dem Grad der Verrieselung (Befruchtungsstörung) werden aus den befruchteten Blüten eines Gescheines Weinbeeren gebildet, die zusammen eine Traube ergeben.

Die Seitenachsen am Geschein werden auch als Schultern bezeichnet. Wir konnten oft beobachten, dass diese Schultern später verblühen und die Entwicklung immer den Beeren der Hauptachse nachhinken. Daher werden bei der Qualitätsproduktion diese Schultern später im Rahmen der Ertragsregulierung gezielt entfernt.

Posted on June 10, 2018 .